Graue Energie von Lithium-Akkus für Elektroautos
Was teuer ist, braucht meist viel graue Energie bei der Herstellung und produziert dabei Kohlendioxid. Das trifft auch auf Lithium-
- Ein Schweizer Forschungsinstitut hat eine Studie erstellt, die mir sehr umfassend und sachkundig erscheint. Es werden alle Schritte, die zur Herstellung eines Lithium-
Akkus erforderlich sind, detailliert bewertet. In Summe ergibt sich ein Energiebedarf (ohne erneuerbarer Energie) von 912 MJ pro Kilowattstunde Akkukapazität und ein Kohlendioxid- Ausstoß von 53 kg/kWh.[1] Dabei wurden bewusst ungünstige Annahmen getroffen (kein Recycling, keine verwertbaren Nebenprodukte) und auch das Kohlendioxid, das bei chemischen Reaktionen während des Produktionsvorgangs entsteht, mitgezählt. Die größten Umweltbelastungen ergeben sich durch das in dem Akku verwendete Aluminium und Kupfer. Die Gewinnung von Lithium aus Salzseen kostet hingegen relativ wenig Energie. Es werden überhaupt nur 7 g Lithium für 1 kg Lithium- Akku benötigt.[2] - In einer österreichischen Studie wird, basierend auf den verbrauchten Materialien, der CO2-
Ausstoß auf 63 kg/kWh geschätzt. Auch hier tragen vor allem die in den Akkus verwendeten Nicht- Eisen- Metalle wie Aluminium und Kupfer zum Ergebnis bei.[3] - Rolf Frischknecht von der Schweizer Ökobilanz-
Firma "ESU- Services" errechnete anhand von Daten aus einem Umweltbericht der "Maxell Corp. Japan" 123 kg/kWh.[4] - Das deutsche Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) ermittelte unter Benutzung von Herstellerdaten (Stand: 2010) einen CO2-
Ausstoß von ca. 140 kg/kWh bei moderner Serienfertigung.[5]
Um zu sehen, ob die Werte plausibel sind, rechne ich mit der Faustformel 1 EUR = 1 kWh. Ein Lithium-
Aber wie auch immer – der Akku eines Elektroautos ist auf jeden Fall ein wesentlicher Faktor bei der Energieeffizienz und dem Kohlendioxid-
Mein Fazit
Selbst wenn sich die Lebensdauer von Lithium-
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Quellen
| [1] | Supporting Information to "Contribution of Li-| [2]
| Contribution of Li- | [3]
| Joanneum Research und TU Graz: Quo vadis Elektroauto? (PDF, 4 MB), Materialanalysen im Kapitel 2.4, Tabelle auf S. 60 (im PDF S. 66), Diagramme auf S. 73 (im PDF S. 79) und Text auf S. 72 (im PDF S. 78) – Aus Gesamtemissionen von 1,25 t CO2 lt. Diagramm und 20 kWh Kapazität lt. Tabelle ergeben sich 1250 kg/20 kWh = 63 kg/kWh.
| [4]
| Rolf Frischknecht: Königsweg oder Sackgasse? Das Elektroauto in der Ökobilanz (PDF, 3 MB), S. 12f. – Aus 130 Wh/kg und 16 kg CO2- | [5]
| IFEU: Wissenschaftlicher Grundlagenbericht (PDF, 6 MB), S. 24 (im PDF S. 28) – 1,5 Akkus je 24 kWh ergeben "gut 5 t" Treibhausgasemissionen, also mehr als 5000 kg/(1,5*24 kWh) = 139 kg/kWh. Dieser Wert gilt eigentlich für eine Mischung aus Lithium- und anderen Akkus (S. 22 bzw. im PDF S. 26), doch "die Höhe der Treibhausgasemissionen zur Herstellung einer Batterie zeigt dabei nur geringe Variationen für die betrachteten Batterietypen" (S. 24 bzw. im PDF S. 28).
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