Mario Sedlak
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Öffentliche Lademöglichkeiten

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Betankung mittels Ladekabel

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Steckdose für Elektroautos

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(Zukünftige) Ladesäulen

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Karte zum Bezahlen des getankten Stroms

Lademöglichkeiten von Elektroautos

Elektroautos brauchen "nur eine ganze normale Steckdose", hört man immer wieder. Klingt einfach, aber es gibt eine Reihe von Hindernissen:

Kritik

Zwar gibt es viele Gasthäuser und Privatpersonen, die Elektroautofahrern eine Steckdose anbieten, aber in der Praxis kann es dennoch mühsam sein, eine zu finden. Eine Bloggerin schreibt:

Um so ziemlich alle Tankstellen einzusehen, müsste man alle Plattformen Elektrotankstellen.net, E-Tankstellen-Finder, LEMnet durchforsten und bei ersterem sogar ein PDF durchsuchen!! Meine lieben Leute, da geht noch mehr! ... Interessant wäre auch noch eine Suchfunktion "über Nacht"

Die meisten der gelisteten Elektrotankstellen sind für Ausflüge und Reisen, aber nicht für die alltägliche Benutzung geeignet. Über öffentliche Ladesäulen berichteten mir Elektroautofahrer von anderen Kinderkrankheiten:

Zukunft

Eine Elektrozapfsäule für einen einzelnen Stellplatz kostet 2000 EUR. Dementsprechend wird der Strom dort deutlich teurer als zuhause sein (denn der Staat kann nicht auf ewig fördern). Wer zuhause eine Lademöglichkeit hat, wird daher nur im Notfall außer Haus Strom tanken. Bei einem Praxistest in Chemnitz wurde genau das beobachtet.[2] Wer nicht zuhause laden kann, der wird sich die Anschaffung eines Elektroautos gut überlegen, denn mit dem teuren Strom werden die Kosten eines Elektroautos kaum geringer als bei einem konventionellen Auto sein. Unter diesen Umständen kann es gut sein, dass auch auf lange Sicht nur relativ wenige Stromtankstellen gebaut werden. Meistens werden sie leerstehen, dafür wird man z. B. bei großen Veranstaltungen keine einzige freie finden.

Zumindest Schnellladestationen wird es mittelfristig "nicht flächendeckend" geben, da diese sehr hohe Anforderungen an das Stromnetz stellen.[3] Eine einzige solche Station kostet 25 000–30 000 EUR. Aufgrund der höheren Errichtungskosten und der größeren Energieverluste beim Laden wird das schnelle Stromzapfen nochmals empfindlich teurer sein. Der durchschnittliche Autofahrer wird daher kaum jemals eine Schnellladestation nutzen.

Mein Fazit

Es scheint nicht einfach zu sein, mit dem Bau von Ladestationen Geld zu verdienen. Steckdosen in jedem Laternenmast bleiben wohl Utopie.

Alternativen

Technisch machbar sind auch Konzepte, wo man keine Ladestation im herkömmlichen Sinn braucht. Ob diese Alternativen irgendwann marktreif werden, ist jedoch fraglich. Siehe Zukunft von Akkus für Elektroautos

Weiter

Kosten von Elektroautos

Quellen

[1] Auto-Touring. Das ÖAMTC-Magazin, 5/2010, S. 28
[2] Pressemeldung vom 16.2.2010 – "Obwohl die Testfahrer angaben, dass eine öffentliche Ladeinfrastruktur wichtig sei, nutzten sie nicht diese, sondern ausschließlich die installierte Struktur in ihren Privathäusern ... Das sei bequemer, zudem habe man hier den günstigeren Nachtstrom genützt."
[3]